KI-Grundlagen · Level 2 von 5

Tokens und Kosten verstehen

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Tokens sind die Recheneinheit jedes Sprachmodells. Sie bestimmen, was kostet und was überhaupt verarbeitet werden kann, hier die zwei Begriffe dazu.

Stand: Juni 2026. Dies ist Stufe 2 des Lernpfads KI-Grundlagen. Voraussetzung ist Stufe 1, KI-Modelle.

Was ist ein Token?

Ein Token ist die kleinste Einheit, in die ein Sprachmodell Text zerlegt, oft ein Wortteil, manchmal ein kurzes Wort oder ein Satzzeichen. Abrechnung und Limits laufen fast immer über die Anzahl Tokens, nicht über Zeichen oder Wörter.

Warum wichtig: Tokens bestimmen direkt deine Kosten und ob ein langer Text überhaupt verarbeitet werden kann.

Typischer Irrtum: «Ein Token ist einfach ein Wort.»

Beispiel: Ein Kompositum wie «Datenschutz-Grundverordnung» wird in mehrere Tokens zerlegt, weshalb deutsche Fachtexte oft mehr Tokens je Wort brauchen.

Du bezahlst und planst in Tokens, nicht in Wörtern.

Was ist ein Kontextfenster?

Das Kontextfenster ist die maximale Menge Text, die ein Modell bei einer Anfrage gleichzeitig berücksichtigen kann, gemessen in Tokens. Es umfasst deine Eingabe und die Antwort. Was nicht ins Fenster passt, existiert für das Modell in diesem Moment nicht.

Warum wichtig: Es entscheidet, ob du ein ganzes Dokument am Stück verarbeiten kannst, und erklärt, warum ein Modell frühere Gesprächsteile vergisst.

Typischer Irrtum: «Das Modell merkt sich dauerhaft alles, was ich ihm jemals geschrieben habe.»

Beispiel: Ein 100-seitiger Vertrag, der das Kontextfenster übersteigt, wird je nach Werkzeug gekürzt oder abgewiesen. Wird er gekürzt, lässt die Zusammenfassung die letzten Klauseln aus.

Passt es nicht ins Kontextfenster, kann das Modell es nicht sehen.

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